die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum 1

dieses buch erzaehlt die geschichte von odin,
dem lieben kleinen honigbaer,
der den ganzen tag durch seinen wald streunte
und den alle tiere im wald kannten.
odin war aber kein gewoehnlicher baer,
der nur nach honig suchte
und irgendwo faul im wald herumlag.
nein.
er war ein baer der gerne von sachen traeumte,
die ein kleiner honigbaer eigentlich gar nicht macht.
er traeumte von grossen piratenschiffen
und ritterturnieren,
zauberern
und lokomotiven,
von raumfahrern
und
vielen anderen aufregenden
und geheimnisvollen sachen.



aber seht doch am besten selbst .....



es war einmal ein kleiner baer namens odin,
der den lieben langen tag nichts anderes zu tun hatte als herumzutollen,
honig zu naschen
und irgendwo faul unter einem grossen baum herumzuliegen
und davon zu traeumen jemand anderes zu sein.
an einem schoenen sonnigen tag,
an dem odin durch den wald tobte,
vorbei an grossen,
saftig gruenen baeumen und bunten,
kleinen zwischen den wurzeln der baeume wachsenden pilzen,
dachte er daran,
wie aufregend es doch wohl waere,
ein pirat zu sein.
er stellte sich vor,
mit einem bunten piratenkopftuch,
einem weichen halstuch,
einer alten zerschundenen hose
und dicken festen stiefeln auf einem abgebrochenen baum zu sitzen,
faxen zu machen
und grimassen zu schneiden.
doch was waere ein pirat ohne seinen piratensaebel,
geschmueckt mit einem bunten tuch?
der saebel ist natuerlich dafuer da,
wilde tiere zu vertreiben und sich,
auf dem weg zum piratenschatz einen pfad durch den dicht bewachsenen wald zu bahnen.
alle pflanzen auf dem weg zum schatz muessten damit zur seite geschafft werden,
damit sich die piraten auf ihrem weg an den aesten keine loecher in ihre hosen reissen
oder ihre frisch geputzten stiefel verkratzen.
wenn die piraten die insel verlassen haben,
werden die wege,
ueber die die piraten zu ihrem schatz gelangten im laufe der zeit wieder zuwachsen
und keinerlei spuren hinterlassen,
um den platz des schatzes nicht zu verraten.
doch halt,
was ist denn das?
was fliegt denn so dicht ueber odins kopf hinweg?
ach so,
es ist ein bunter,
wunderschoener papagei.
ein vogel den man auf inseln findet,
auf denen piraten ihre riesengrossen schatzkisten aus holz,
mit eisernen beschlaegen
und schanieren
und ihrem kostbaren inhalt aus gold und edelsteinen
irgendwo im sand oder vielleicht unter der wurzel eines grossen baumes vergraben.
und was ist das?
da kommt doch tatsaechlich ein wundervoller,
bunt leuchtender schmetterling zu odin geflogen.
welch schillernde farben seine kleinen fluegel tragen.
rosa,
rot,
orange
und gelb.
als odin aus dem grossen segelschiff ausgestiegen
und an den strand gelaufen ist,
stellt er fest,
dass er nicht der einzige pirat auf dieser insel zu sein scheint.
nein - da sind noch zwei andere kleine piraten die neben ihm am strand stehen.
odin ist nicht alleine gekommen.
denn wie soll auch ein so kleiner baerenpirat alleine ein so grosses piratenschiff steuern.
nein,
dafuer braucht man eine mannschaft die gemeinsam alle sachen
und manoever unter aufsicht
und befehl eines kapitaens, eben kapitaen odin,
erledigt
und ihrem kapitaen auch in der not,
wie zum beispiel einem grossen sturm mit viel wind und sehr,
sehr grossen wellen zur seite steht.
gemeinsam tragen die drei piraten die beiden,
mit gold,
schmuck und edelsteinen schwer beladenen schatzkisten vom schiff herunter an den strand.
sie klappen die kisten noch ein letztes mal auf,
bevor sie sie gut verstecken,
um zu sehen ob noch alles vorhanden ist,
verschliessen sie anschliessend mit zwei grossen geschmiedeten schluesseln
und vergraben sie dicht am strand der insel neben einem grossen felsen.
danach fertigen sie eine genaue karte an
und zeichnen die insel,
sowie alle wichtigen punkte wie auffallend grosse baeume,
felsen und seen,
sowie einen kleinen wasserfall
und eine sehr grosse hoehle ein
und was am wichtigsten ist,
die genaue stelle an der der schatz versteckt ist.
sie markieren diesen ganz besonderen ort mit einem grossen dicken kreuz auf dem schatzplan.
anschliessend verstecken sie den plan an bord ihres piratenschiffes an einem geheimen platz,
vielleicht wassergeschuetzt in einer flasche mit einem korken verschlossen
oder aber in einem hohlraum hinter einer extra
fuer solche geheimen dokumente vorbereiteten holzplanke.
den schatz auf diese sehr weit abgelegene insel im weiten ozean zu bringen,
war natuerlich nur mit einem grossen piratenschiff
und einer guten besatzung moeglich.
die in allen farben angefertigten segel des grossen piratenschiffes
brachten die kleinen piraten in wenigen wochen auf ihre im ozean liegende,
auf keiner seekarte eingezeichnete klitzekleine insel,
von der sonst noch niemand etwas gehoert hatte.
die kleinen piraten hatten sich,
nachdem sie ihren schatz vergraben hatten,
dazu entschlossen,
erst einmal einige tage auf der insel zu bleiben.
sie wollten feststellen,
ob dieses hier auserwaehlte land eine selten besuchte oder eine doch oft heimgesuchte insel war,
auf der auch andere piraten landeten
und so das geheimnis um ihren schatz gefaehrdeten.
um die sicherheit ihres schatzes
und ihrer eigenen person zu garantieren,
holten sie zuerst eine kanone mit einigen kugeln munition von bord ihres schiffes
und stellten diese an den strand.
die kugeln stapelten sie in der naehe der kanone in form einer kleinen pyramide
um jederzeit zur verteidigung des schatzes bereit zu sein.
neben die kugeln und die kanone steckten sie zwei fackeln,
die im falle einer verteidigung schnell angezuendet werden muessten um die kanone zu zuenden.
nach all dieser anstrengenden arbeit setzten sich alle piraten erst einmal unter eine riesige kokospalme,
die am strand steht,
um hier im schatten in ruhe zu essen,
zu trinken
und sich auszuruhen.
doch was war das?
ein winziges tierchen mit acht klitzeklitzekleinen beinchen
und acht klitzeklitzekleinen schuhen klettert die palme hinauf.
ach so.
eine kleine spinne hat sich auf den weiten weg gemacht,
um die palme hinaufzuklettern
und genuesslich an einer der kokosnuesse zu naschen.
aber sie muss wohl warten bis der wind eine kokosnuss von der palme weht
oder eine von alleine herunterfaellt,
um sich dann etwas vom saftigen kokosfleisch abzubeissen
und von der guten kokosmilch zu trinken.
was ist aber wenn eine kokosnuss zwar von der palme faellt aber nicht zerbricht?
na, das duerfte wohl auch keine probleme fuer die kleine spinne geben,
denn am strand sind auch noch kleine krebse,
die die kokosnuss bestimmt mit einer ihrer scheren zerkleinern koennten
und dann zwar selbst das saftige kokosfleisch fressen
und die schmackhafte kokosmilch trinken wuerden,
fuer die spinne aber sicher genug uebrig liessen.
vielleicht koennten sie sie sogar zum essen einladen.
odin kam auf die idee an bord des piratenschiffes zu gehen,
um eine piratenflagge zu holen,
die er am strand in den sand stecken wollte.
neuankoemmlinge sollten schon von weitem sehen,
wer hier mit seinem piratenschiff zuerst gelandet war
und wer hier herr am strand ist.
odin trug die flagge,
auf der ein kleiner baer aufgemalt
und die an einer langen stange befestigt ist,
an den strand hinunter und steckte sie in den sand.
da der wind sehr stark blaest,
weht die flagge in voller groesse
und man kann von weitem das baerengesicht auf ihr sehen.
was odin noch gar nicht aufgefallen ist sind die schildkroeten,
die ueberall herumkrabbeln,
spuren im sand zuruecklassen
und die bei einbruch der dunkelheit
ihre eier in den von der sonne bei tag erwaermten sand legen.
am strand liegen ueberall von der leichten brandung angespuelte kleine,
grosse,
dicke,
duenne
und lange sowie kurze muscheln die in allen farben leuchten
und sich in allen formen zeigen.
odin gefallen viele dieser muscheln.
er sammelt einige aus dem sand
und nimmt sie mit an bord des piratenschiffes um aus ihnen,
wenn er viel ruhe und zeit hat,
eine schoene kette zu machen.
odin hat auch die kleinen,
bunten blumen bemerkt,
die auf dem felsen oberhalb der stelle wachsen,
an der sie ihren piratenschatz vergraben haben.
nachdem die piraten einige tage auf ihrer schatzinsel verbracht hatten,
beschlossen sie wieder abzureisen.
aber halt,
beinahe haetten sie noch vergessen den kleinen papagei mitzunehmen,
den sie mit an den strand genommen hatten,
um den schatz zu bewachen bevor er vergraben und versteckt war.
der papagei sass die ganze zeit,
waehrend sich die piratenbaeren auf der insel aufhielten,
auf seiner stange
und haette bei auch nur dem leisesten geraeusch alarm geschlagen.
niemand,
wirklich niemand haette waehrend seiner anwesenheit die geringste moeglichkeit gehabt,
den schatz zu stehlen.
ploetzlich kam sehr viel wind auf
und die piraten setzten schnell die segel ihres maechtigen schiffes.
einer der piraten kletterte in den ausguck,
der weit oben am mast war,
um zu sehen ob irgendwelche hindernisse auf dem weg des schiffes lagen.
nein - es waren weit
und breit keine hindernisse zu sehen.
nicht einmal eine haifischflosse ragte aus dem wasser.
alles was die kleinen piraten zu gesicht bekamen,
waren einige meeresschildkroeten die in weiter entfernung auf- und wieder untertauchten
und lustige delphine,
die vor dem bug des schiffes hin und herschwammen.
in weiter entfernung ging nun langsam die sonne unter.
die piraten bereiteten sich auf eine fahrt in der dunkelheit vor
und zuendeten die schiffslaternen,
neun an der zahl,
zur sicherheit schon etwas frueher an.
denn was niemand weiss,
einer der piratenbaeren ist schon einmal im dunkeln
ueber ein herumliegendes seil gestolpert und hingefallen.
das gab einen blauen fleck,
der mit salbe eingerieben werden musste.

die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum 2



doch ploetzlich bemerkte odin,
dass er sich nicht als pirat an einem strand befindet,
sondern dass er im dichten wald steht
und direkt vor sich einen wunderschoenen blau schimmernden hirschkaefer sieht,
der in geringer entfernung herumkrabbelt und unter blaettern und zwischen pilzen
und graesern etwas zu fressen sucht.
der hirschkaefer krabbelt aber schliesslich weit unter die herumliehenden blaetter
und odin verliert ihn somit aus den augen.
da kommt odin die idee,
dass es sicher toll waere ein stolzer indianer zu sein
und mit anderen indianern vor einem zelt auf warmen weichen decken zu sitzen
und eine schoene friedenspfeife zu rauchen.
odin denkt sich,
dass es bestimmt wunderschoen waere
mit anderen indianerbaeren zusammen einen grossen,
eindrucksvollen marterpfahl aus holz zu schnitzen.
sicher,
es wuerde sehr viel zeit in anspruch nehmen,
aber es waere doch bestimmt unheimlich interessant
einen solchen pfahl aus eigener tatze entstehen zu sehen,
um ihn danach in den farben schwarz,
grau
und rot anzumalen.
oder vielleicht gruen,
blau
und orange.
als vorlage fuer diesen marterpfahl koennte ein stolzer,
grosser adler dienen,
der seine fluegel weit spreizt
und somit das gefuehl von groesse und stolz vermittelt.
wenn der marterpfahl fertig geschnitzt und angemalt ist,
werden alle indianer ihre schoensten kleider tragen
und die fertigstellung des pfahls mit indianermusik
und wundervollen taenzen feiern.
ja,
mit einem grossen,
schoenen fest das die ganze nacht dauern wird,
und das allen sehr viel spass
und freude machen wird.
zu dieser feier sind alle tiere des waldes herzlich eingeladen
und jedes der eingeladenen tiere kann,
wenn es moechte,
einen oder mehrere freunde mitbringen.
je mehr tiere zur feier kommen,
je schoener
und unterhaltsamer wird sie.
die indianer feiern die ganze nacht
und tanzen mit ihren prachtvollen kleidern um ein grosses lagerfeuer,
das die aeltesten
und erfahrensten indianerbaeren aus aesten
und zweigen zusammengetragen
und gebaut haben.
es brennt wunderschoen
und man hat das gefuehl es sei so gross,
dass es bis in den himmel hinauf reicht.
das lagerfeuer erhellt das indianerlager in der nacht
und der dunkle himmel ist mit hell leuchtenden sternen bedeckt.
die indianer tanzen und odin freut sich,
dass er einen wunderbaren kopfschmuck aus vielen,
vielen federn traegt,
der fast bis auf den boden reicht.
er hat einen bogen in der hand.
aber wo sind die pfeile?
na,
die liegen sicher noch in seinem zelt,
dort wo er sie vergessen hat.
odin traegt auch einen kleinen lendenschurz,
der mit einem dicken tuch
um den bauch befestigt ist
und je ein buntes tuch um jeden arm gewickelt.
am linken arm eines aus rotem,
am rechten eines aus blauem stoff
und jedes mit einem knoten befestigt.
wer ist denn das?
eine kleine gelb blau geringelte schlange schleicht sich ueber einen stein der neben odin liegt.
naja,
die kleine schlange moechte sich bestimmt nur den
neu gebauten
und frisch gestrichenen marterpfahl ansehen.
am naechsten morgen erwachen alle kleinen baerenindianer erst sehr spaet,
da die feier in der vorangegangenen nacht sehr lange gedauert hat.
die sonne geht auch schon auf,
und zum vorschein kommt mitten zwischen den zelten ein zweiter marterpfahl,
der aber schon etwas aelter ist.
der marterpfahl sieht aus,
als wuerden zwei enten aufeinander stehen,
aber das tun sie nicht.
sie sind auch nur aus holz geschnitzt
und bunt angemalt,
wie der andere marterpfahl den die baeren am vortag geschnitzt hatten.
die indianer haben ihr lager zwischen zwei schoenen grossen baeumen aufgeschlagen.
ihre zelte bestehen aus braunen,
bunt bemalten lederstuecken die zusammengenaeht
und um lange hoelzer gespannt wurden.
die zelte sind mit kreisen,
schoenen mustern
und verschiedenen tieren bemalt,
damit man genau weiss,
wer in welchem zelt wohnt
und keines verwechselt.
zum zeichen,
dass das eine zelt odin gehoert,
hat odin seinen langen speer vor dem zelteingang,
der mit einem bunten tuch zugehaengt ist,
in den boden gesteckt.
nun sitzt odin vor seinem zelt
und raucht gemuetlich eine pfeife.
bevor er sich die pfeife angezuendet hat,
hat er die anderen baeren gerufen
damit er die pfeife nicht alleine rauchen muss,
wozu er ueberhaupt keine lust hatte.
aber was ist denn da los?
da tanzt ja immer noch ein baer um das jetzt immer noch sehr grosse lagerfeuer.
hat er odin nicht rufen gehoert oder gefaellt ihm das tanzen einfach so gut,
dass er nicht aufhoeren moechte?
na,
der andere baer hat seine einladung zum rauchen der pfeife angenommen,
moechte aber vorher noch den bogen mit den pfeilen in sein zelt legen
damit er nicht staendig darauf aufpassen muss.
hier soll es naemlich einen kleinen frechen igel geben der auf zelte klettert,
und von dort oben alles ueberschauen kann.
kleine herumliegende sachen,
wie zum beispiel die sachen eines kleinen baerenindianers,
pfeil und bogen vielleicht,
schnappt er dann
und wenn niemand hinschaut,
verschwindet er damit.
man hat schon gegenstaende wie friedenspfeifen
oder weiche flauschige decken zwischen all den pilzen
und pflanzen nahe den grossen baeumen wiedergefunden
und sich gewundert,
wie sie dort wohl hingekommen sind.
dann hat man schliesslich bemerkt,
dass es der kleine igel ist,
der die sachen dort versteckt.
neben odin stehen noch die trommeln,
auf denen die ganze nacht zur feier getrommelt wurde,
denn was ist eine indianerfeier ohne trommeln und gesang.
vielleicht hat auch odin einfach nur vergessen die trommeln in sein zelt zu stellen,
oder vielleicht weiss er gar nicht,
welchem indianer die beiden trommeln eigentlich gehoeren
und wartet nur darauf bis diese von jemandem abgeholt werden.
das ganze geschehen wird am fruehen morgen von einem uhu,
der versteckt im baum sitzt,
mit weit offenen augen beobachtet.
dieser uhu ist sehr darueber verwundert,
dass bis jetzt immer noch niemand den kleinen lustigen igel bemerkt hat,
der auf ein zelt gekrabbelt ist
und die ganze gegend nach kleinen mitnehmbaren sachen absucht.
weit hinter den beiden zelten nahe den bergen plaetschert ein kleiner wasserfall,
und der baer der die ganze zeit hindurch getanzt hat,
hat sich nun dazu entschlossen,
zum wasserfall zu gehen um ein erholsames langes
und erfrischendes bad zu nehmen.
und nebenbei,
wie es der zufall will
und wenn er viel glueck hat,
koennte er ja einen schoenen fisch fangen,
den er,
wenn dieser gross genug ist,
mit den anderen baeren gemeinsam zum fruehstueck verspeisen kann.
puh,
das wasser ist ganz schoen kalt
und der baer denkt sich,
lieber ein kurzes bad zu nehmen,
ein sehr kurzes,
damit er nicht zu nass wird
und vielleicht noch anfaengt zu frieren.
mittlerweile sind auch einige kaefer aufgewacht
und klettern nun langsam die baeume hinauf,
um die waerme der ersten sonnenstrahlen aufzufangen.
der kleinen raupe im baum ist die sonne schon viel zu hell,
und sie hat sich dazu entschlossen schon ihre sonnenbrille aufzusetzen,
damit sie von der sonne nicht geblendet wird.
einer der baeren hat sich auf den weg gemacht,
einmal nach dem fell zu sehen,
dass er am abend vorher abgewaschen
und zwischen zwei pfaehlen zum trocknen aufgespannt hat.
er hat naemlich waehrend der feier in der vergangenen nacht
ein bisschen honig auf das fell geschuettet.
das ist nicht schlimm,
muss aber abgewaschen werden weil es ziemlich stark klebt.
und wer moechte schon an einem,
zwischen zwei pfaehlen aufgespannten fell,
festkleben?
odin,
der immer noch vor seinem zelt sitzt,
hat sich ueberlegt,
ob er nachdem er seine pfeife in ruhe fertiggeraucht hat,
in den nahen wald geht,
um fuer das mittagessen leckere und frische pilze zu sammeln,
die ueberall im wald wachsen.
wo?
na ueberall,
man muss sie nur suchen.
sie wachsen oft zwischen den grossen wurzeln der alten riesigen baeume
oder liegen versteckt zwischen abgebrochenen aesten
und unter bergen von laub.
die suche lohnt sich aber oft,
denn wenn man an gebratenen fisch mit pilzen denkt,
laeuft einem baeren alleine schon von diesem gedanken das wasser im mund zusammen.
als nachspeise muss man nur noch an bueschen haengende brombeeren oder himbeeren pfluecken,
und schon hat man die leckerste nachspeise die man sich vorstellen kann.
nach dem koestlichen essen haben sich drei der indianer dazu verabredet
gemeinsam einen verdauungsspaziergang in die nahen berge zu machen.
denn fisch essen
und danach faul herumliegen,
dass ergibt wohl mit der zeit einen dicken bauch.
ausserdem tut ein langer spaziergang den strapazierten baerenknochen ganz gut
und man wird danach schoen muede sein
und sich fuer einige zeit,
wenn man wieder zuhause angekommen ist in eine warme decke im zelt kuscheln
und ein schoenes festes schlaefchen halten.
und vor gar nicht all zu langer zeit hat einmal ein alter indianerbaer erzaehlt,
dass man mit gefuelltem bauch viel viel besser schlaeft als mit einem leeren baerenbauch.
und das stimmt sicher,
denkt sich odin,
dreht sich auf die seite,
zieht sich eine decke ueber den bauch und schlaeft beruhigt ein.

die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum
3



aber was ist denn das?
odin sitzt auf dem weichen waldboden
und traeumt von indianern,
und ploetzlich faellt ihm ein kleiner ast,
der sich aus einem baum geloest hat,
auf den kopf.
oje,
das gibt bestimmt eine dicke beule.
dieses geschehen hat eine kleine schnecke beobachtet,
die sich daraufhin vorsichtshalber dazu entschlossen hat,
unter einem pilz in sicherheit zu gehen
und unter seinem hut schutz zu suchen,
bevor ihr womoeglich das gleiche missgeschick passiert wie dem kleinen baer,
der sich immer noch den schmerzenden kopf haelt.
aber was waere,
wenn die kleine schnecke auf dem weg zum naechsten pilz waere,
und gerade in diesem moment wieder ein ast vom baum fallen wuerde?
na dann bliebe nur noch eine moeglichkeit,
naemlich sich sehr schnell in das eigene schneckenhaeuschen zurueckzuziehen
und so lange in sicherem schutz zu bleiben,
bis der ast irgendwo hingefallen ist
und niemandem mehr schaden kann.
odin, der noch etwas verschreckt auf dem waldboden sitzt
und sich den herabgefallenen ast ansieht,
wuenscht sich,
er moege in dem moment,
als ihm der ast auf den kopf gefallen ist,
ein stolzer ritter gewesen sein.
denn mit einer stabilen ritterruestung,
die einen baeren von kopf bis fuss in einer solchen situation geschuetzt haette,
waere ihm der ast bestimmt nicht auf den kopf,
sondern auf den ritterhelm gefallen.
und mit diesem helm haette es bestimmt keine beule gegeben.
die ruestung haette dann wohl bestimmt eine kleine delle.
das waere aber nicht so schlimm denn,
lieber eine ruestung mit delle als ein baer mit beule.
ein ritter,
der eine ritterruestung bestehend aus festen schuhen,
bein- und knieschutz,
brustpanzer,
schulterschutz,
arm- und ellenbogengelenkschutz,
halspanzer
und einem helm besitzt,
braucht sich wohl ueber herabfallende sachen keine gedanken zu machen,
denn diese prallen sicher an seiner ruestung ab
und fuegen ihm nicht eine schramme zu.
damit die stolze ruestung noch schoener aussieht,
traegt ein ritter dazu noch einen schoenen weiten umhang
und auf seinem helm einen wunderbaren kopfschmuck aus federn oder tuch.
damit die ruestung strahlend glaenzt,
wird sie jeden tag geputzt
und poliert bis jede ecke
und kante funkelt.
das dauert mehrere stunden,
ist aber sehr wichtig.
ein grosses,
kunstvoll geschmiedetes schwert darf natuerlich keinem ritter fehlen.
deshalb haelt odin sein schwert stolz in die luft um allen aesten,
die darauf warten,
von irgendeinem baum zu fallen,
zu zeigen,
dass sie ihm ueberhaupt nichts mehr anhaben koennen.
denn er wuerde sie einfach waehrend des herabfalles mit dem schwert in stuecke schlagen
oder aber ganz einfach das helmvisier schliessen
und sehen was anschliessend passiert.
nachdem odin festgestellt hat,
dass er vor einem grossen,
fast ueber die ganze wand reichenden wappen steht,
dass ihn mit froehlichem gesicht zeigt,
und dazu noch diese wunderbare,
sichere ritterruestung traegt,
fuehlt er sich wieder sehr beruhigt
und macht sich langsam auf den weg zu seiner ritterburg.
dort warten bestimmt schon alle anderen ritter auf ihn,
um mit ihm gemeinsam das bevorstehende ritterturnier vorzubereiten,
zu dem sicher alle geladenen ritter
und viele zuschauer kommen werden.
die burg hat zwei grosse turrme,
die sich links
und rechts neben der zugbruecke befinden.
oben,
auf den tuermen,
befinden sich die zinnen zwischen denen man,
wenn man sich etwas nach vorne beugt,
hindurch nach unten sehen kann.
wer sich aber zu weit nach vorne beugt faellt vielleicht hinunter,
in den mit wasser gefuellten burggraben.
also vorsicht!
zur vorbereitung eines ritterturnieres gehoeren viele aufgaben,
die alle zur zufriedenheit der ankommenden turnierteilnehmer,
unter denen sich auch dieses mal wieder viele prinzessinen,
prinzen
und neu hinzugekommene ritter befinden,
geloest werden muessen.
die burg muss von der oberen turmspitze
bis hinab in den tiefsten winkel des kellers fein saeuberlich geputzt werden,
die fahnen mit den baerengesichtern muessen gewaschen
und aus den fenstern gehaengt werden.
die zugbruecke muss kontrolliert werden ob sie den vielen besuchern standhaelt
und nicht zusammenbricht wenn alle ueber sie in die burg laufen moechten.
es waere unvorstellbar,
wenn alle in den mit wasser gefuellten burggraben fallen!
nein,
das darf nicht passieren.
es waere ja schlimm,
wenn man dann viele kleine baeren aus dem burggraben ziehen muesste.
all die durchnaessten kleider,
die man zum trocknen auf eine waescheleine haengen muesste.
eine waescheleine,
die so lang waere,
dass sie bis ins dorf hinunter reichen wuerde,
und man sich dort fragen muesste was denn oben in der burg passiert sei.
zu den vorbereitungen fuer das fest zaehlt auch das aufstellen von kerzenleuchtern ueberall in der burg.
in dunklen nieschen,
an allen treppen
und in allen gaesteraeumen muss viel licht sein,
damit sich die gaeste ueberall zurechtfinden,
sich nicht in einer dunklen ecke verirren
oder gar irgendwo stossen und eine beule zuziehen.
nanu,
das mit der beule kommt mir bekannt vor.
nachdem im speisesaal alle vorbereitungen getroffen wurden
hat man auch alle schlafzimmer in ordnung gebracht.
im speisesaal hat man auf den grossen,
langen tisch wunderschoene,
bunt bestickte tischdecken gelegt.
ausserdem wurde er mit edlen tellern,
kelchen,
messern,
gabeln,
loeffeln
und vielen blumenvasen mit herrlich duftenden blumen gedeckt.
zu den blumenvasen hat man kleine kerzenleuchter gestellt,
damit die gaeste beim essen schoen viel licht haben.
in den schlafzimmern wurden alle bettdecken
und kopfkissen mit frisch gewaschenen,
blumig duftenden tuechern ueberzogen,
damit sich auch jeder gast wohl fuehlt und gut schlaeft.
da nun alle vorbereitungen fuer das ritterturnier in der burg abgeschlossen waren,
begaben sich alle nach draussen vor die burg.
dort sollte die grosse tribuene aufgebaut werden,
auf der alle zuschauer waehrend des turniers platz nehmen konnten,
um aus erhoehter position den wettkampf
zwischen den einzelnen rittern mit ihren pferden besser beobachten zu koennen.
als die tribuene fertiggebaut
und mit einem grossen rot blau gestreiften tuch als regen- und sonnenschutz bedeckt war,
kamen auch schon die edlen stolzen ritter
und stellten mit ihren knappen die ritterlichen zelte auf.
in diesen zelten hielten sich die ritter waehrend des turniers auf.
ausserdem zogen sie hier ihre ruestungen an und aus,
denn wer kann schon in einer so schweren,
metallernen ruestung laengere zeit herumlaufen.
um ein solches ritterturnier zu bestreiten,
braucht ein ritter natuerlich auch ein schoenes,
bunt bekleidetes pferd,
dass die gleichen farben auf seinem umhang traegt wie der ritter,
damit jeder der zuschauer sieht,
welches pferd zu welchem ritter gehoert.
zu ritter und pferd gehoert natuerlich auch eine lange lanze,
die ebenfalls die gleichen farben hat wie ritter und pferd.
wenn das turnier beginnt,
spielen einige hofposaunisten eine kleine fanfare damit jeder weiss,
dass die veranstaltung jetzt eroeffnet wurde oder begonnen hat.
nun versuchen zwei ritter auf ihren pferden,
sich mit den langen lanzen von ihren pferden zu schubsen.
wenn es ein ritter schafft,
den anderen ritter von seinem pferd zu schubsen,
hat er gewonnen
und versucht sein glueck mit dem naechsten ritter,
und das ganze turnier geht so lange,
bis der letzte ritter vom pferd geschubst wurde
und nur noch einer uebriggeblieben ist.
dieser uebrigebliebene ritter,
der es geschafft hat,
nicht vom pferd geschubst zu werden ist der gewinner des turniers
und bekommt vom burgherrn oder einer anwesenden prinzessin einen schoenen preis
oder er darf zur belohnung mit dieser prinzessin beim burgfest die ganze nacht tanzen
und lachen.
um die speisen fuer das grosse fest zuzubereiten
reisten natuerlich auch die besten koeche aus nah und fern an
und ueberraschten alle gaeste mit wunderbar schmeckenden speisen,
die keine wuensche mehr offen liessen.
vom braten bis zum leckersten honig wurde alles aufgetischt,
und keines der kleinen baerenmaeuler blieb auch nur ein bisschen hungrig.
man bekam alles,
was ein kleines baerenherz begehrt.
es gab viele arten fisch,
es gab viele verschiedene sorten kuchen.
vom schokoladenkuchen bis zum vanille gefuellten kuchen.
die koeche waren sogar so gut,
dass nichts mehr,
ueberhaupt nicht mehr von den zubereiteten speisen uebrig blieb.
alle gaeste,
ob ritter oder edelmann,
stallbursche oder prinz
setzten sich nach dem essen zufrieden
und gluecklich zusammen
und lauschten der musik der hofmusikanten oder tanzten zu ihr.
als gastgeber
und burgherr war odin natuerlich auch mindestens ein tanz mit einer schoenen prinzessin sicher.
mit einer bestimmten tanzte er viele lieder lange,
lachte dabei
und huepfte mit grossen schritten ueber die tanzflaeche.

die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum 4



ploetzlich faellt odin auf,
dass er eigentlich gar keine prinzessin in den armen haelt,
gar nicht mit ihr auf einem lustigen burgfest zwischen anderen baeren umhertanzt,
sondern dass er immer noch in seinem wald auf einem abgesaegten baum sitzt,
und ganz alleine ist.
das ist natuerlich sehr schade,
denn wer waere nicht gerne auf einem burgfest
und wuerde sich bei wunderschoener musik
und lustigen taenzen vergnuegen.
aber wie waere es denn jetzt wenn odin eine schillerne,
glaeserne zauberkugel in den haenden halten wuerde?
na,
das waere wohl wunderbar,
denn er wuerde sich zuerst ein schoenes zaubergewand,
auf dem viele sterne leuchteten,
herbeizaubern.
denn ein zauberer ohne gewand ist ja wohl kein richtiger zauberer.
um dieses gewand zu vervollstanndigen,
wuerde er sich auch gleich einen spitzen zauberhut herbeizaubern,
der auch mit vielen sternen bedeckt sein muesste.
doch was ist denn das?
kaum hat er sich in einen kleinen zauberer verwandelt
und eines der zauberbuecher in die hand genommen,
kommt auch schon ein kleiner besucher auf acht duennen beinen herangekrabbelt
und begruesst den zauberer mit der glaesernen kugel.
es ist eine kleine spinne,
die genau dort wohnt,
wo alle zauberer zaubern,
im zauberhaus.
die kleine spinne hat sich naemlich oben im zauberhaus
direkt unter einem der deckenbalken genau in der ecke,
ein kleines,
fast unsichtbares netz gesponnen,
um das ganze zaubergeschehen genauestens zu beobachten.
kurz nachdem odin die kleine gruene spinne entdeckt hat,
fliegt ploetzlich eine fledermaus dicht ueber seinen kopf hinweg,
knapp vorbei am spinnennetz,
das unter der zimmerdecke in einer ecke aufgespannt ist,
um im zauberhaus ihre runden zu drehen.
die fledermaus schaut ein wenig ernst drein,
aber sie ist nicht etwa boese,
sondern fliegt sehr konzentriert durch den kleinen raum.
dabei muss sie sehr aufpassen,
dass sie mit ihren fluegeln nicht irgendwo haengenbleibt
und etwas umschubst oder etwa die kerzen ausblaest,
wenn sie zu nahe an ihnen vorbeifliegt.
nachdem odin die kleine spinne und die fledermaus kennengelernt hat,
kommt ein anderer kleiner zauberbaer,
der,
genau wie odin,
ein purpurnes gewand mit gelben sternen und einen purpurnen,
spitzen zauberhut der auch mit gelben sternen besetzt ist,
traegt.
er fragt odin,
ob er ihm die zauberkugel auch einmal geben koennte,
weil er sich ebenfalls einige dinge die er sehr braucht herbeizaubern moechte oder es zumindest versuchen.
denn es gibt sehr,
sehr viele zauberwoerter
und zauberreime die man benutzen muss,
um die gewuenschten dinge herbeizuzaubern.
wenn man sich aber beim aufsagen der zauberwoerter einmal versprochen hat,
muss man entweder noch eimal von vorne anfangen,
was bedeutet den ganzen zauberspruch von anfang an noch einmal aufzusagen
oder aber man wartet ab
und sieht
was sich durch den versprecher am herbeigezauberten gegenstand aendert.
da kann es schon einmal passieren,
dass man ein frisch gefuelltes glas mit honig herbeizaubern moechte,
durch den versprecher aber eine kleine,
mit tomaten,
kaese,
schinken,
pilzen und zwiebeln belegte,
leckere pizza herbeizaubert.
aber naja,
so etwas kann ja wohl dem besten zauberer passieren.
dann isst man eben zuerst einmal eine pizza
und zaubert dann spaeter,
vielleicht zum nachtisch ein glas frischen bienenhonig herbei.
da odin nun die zauberkugel einem der baeren ausgeliehen hat
und damit im moment also nicht zaubern kann,
bleibt ihm natuerlich noch der zauberstab,
den er sich gleich aus einer kleinen schatulle nimmt,
in der er sonst sicher aufbewahrt wird.
odin setzt sich mit dem zauberstab auf einen der tische,
die im zauberhaus stehen
und bemerkt,
dass es eigentlich zum lesen der zauberbuecher dort viel zu dunkel ist.
er nimmt ein paar neue kerzen,
zuendet eine an und laesst heisses wachs auf den tisch tropfen,
um die anderen kerzen sogleich in das noch fluessige wachs zu stellen,
um sie damit zu befestigen.
das heisse wachs erkaltet
und klebt damit die neuen kerzen am tisch fest,
damit sie nicht umfallen.
so,
jetzt kann odin die sicher stehenden kerzen anzuenden
und hat endlich ausreichend licht,
um seine zauberbuecher lesen zu koennen.
damit auch die kleine gruene spinne,
die oben in einer ecke genau unter dem dach ihr netz gesponnen hat,
genuegend licht bekommt,
hat sich odin dazu entschlossen,
die kerze in der unter der zimmerdecke im dachgebaelk haengenden laterne anzuzuenden.
nun hat auch die spinne genuegend licht
und kann ganz genau beobachten,
was die drei kleinen zauberer so alles herbeizaubern.
vielleicht ist ja etwas dabei,
was man so als spinne gebrauchen kann oder etwas leckeres zu essen,
das auch einer spinne sehr gut schmeckt.
auf das koennte sie sich,
nachdem es herbeigezaubert wurde an einem gesponnenen faden von der zimmerdecke herablassen,
um davon zu probieren.
aber halt,
wo ist denn die spinne eigentlich?
sie ist ueberhaupt nicht mehr zu sehen.
vielleicht gefallen ihr die dinge auch gar nicht,
die die zauberbaeren herbeizaubern.
womoeglich hat sie sich deshalb auf den weiten weg hinunter
zu den offen auf den tischen liegenden buechern gemacht,
um einige zaubersprueche aus den buechern zu erhaschen
und sich mit mit hilfe eines klitzekleinen minizauberstabes extra fuer kleine spinnen gemacht,
selbst etwas herbeizuzaubern.
vielleicht ein kleines spinnenweibchen.
oder doch etwas leckeres zu essen?
oje,
denkt sich odin
und erblickte das grosse buecherregal,
in dem viele,
viele zauberbuecher stehen.
wer soll denn all diese buecher mit ihren zauberspruechen und zauberreimen lesen?
und wie findet man den richtigen zauberspruch um bestimmte dinge,
nach denen man sich sehnt,
herbeizaubern zu koennen.
und wie erreicht man die buecher in den regalen weiter oben,
an die man als kleiner zauberbaer ohne leiter nicht heranreicht?
da muessen wir baeren uns auf jeden fall etwas einfallen lassen,
denn wenn ein buch gebraucht wird,
das nicht zufaellig aufgeschlagen auf einem der tische im zauberhaus liegt,
gibt es in jedem fall das problem,
es im regal zu erreichen.
aber was ist denn das?
da steht ja ein besen in der ecke!
wem mag der wohl sein?
naja,
das wird wohl ein hexenbesen sein.
denn wo viele zauberer sind,
sind auch hexen auf ihren fliegenden besen.
ja,
das stimmt.
hexen koennen naemlich mit ihren besen durch die luft fliegen
und rufen dabei jippie
und juchuh weil es ihnen so viel spass macht.
aber man muss schon ganz schoen viel glueck haben,
um eine hexe,
die gerade auf ihrem besen unterwegs durch die luft fliegt,
zu sehen.
die baeren haben leider das pech nur den an der wand abgestellten besen der hexe zu sehen.
vielleicht haben sie aber ein andermal mehr glueck
und sehen nicht nur eine hexe durch die luefte schweben,
sondern gleich zwei,
oder drei,
oder vier oder sogar noch mehr von ihnen.
es ist bestimmt sehr lustig,
den herumsausenden,
in alle richtungen fliegenden hexen zuzusehen.
und landen koennen sie mit ihren besen auch ueberall.
auf dem dach,
hoch oben auf einem baum oder auf dem kamin des zauberhauses.
nachdem odin den besen bemerkt hat,
sieht er auch noch etwas in einer anderen ecke des zimmers stehen.
es ist ein grosser kessel,
der mit einer schweren eisenkette an einer stange haengt.
unter den kessel hat schon irgend jemand etwas brennholz gelegt,
um ihn aufzuheizen,
wenn jemand etwas in diesem kessel kochen moechte.
vielleicht einen zaubertrank oder aber einfach nur eine einfache nudelsuppe.
odin bemerkt auch die beiden bilder,
von denen eines links und das andere
rechts neben der eingangstuer an der wand haengt.
auf dem linken bild ist ein zauberbaer mit einem blauen zauberhut abgebildet,
auf dem rechten ein baer ohne zauberhut.
ach du meine guete,
denkt sich odin als er im zauberhaus herumschaut
und all die kerzen sieht,
deren wachs an den seiten der kerzen heruntergelaufen ist.
ueberall haben sich wachszapfen gebildet.
an den tischen,
am fensterbrett
und am buecherregal,
sogar an den grossen kerzenleuchtern vor den bildern.
hoffentlich haben auch alle anderen aufgepasst,
damit vom wachs der kerzen nichts auf den wunderschoenen blauen teppich tropft.
aber das ist nun mal ein zauberhaus in dem viele kerzen stehen
und leuchten.
und was ist schon ein troepfchen wachs auf einem so grossen teppich.
man wird es wohl kaum gleich bemerken wenn etwas daneben gegangen ist.
und ausserdem,
wer zaubern kann,
kann auch bestimmt alles wieder sauberzaubern.
zauber - zauber.

die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum 5



aber was ist denn das?
ploetzlich beruehrt ein vorbeifliegendes blatt odins nase
und reisst damit ihn aus seinem traum,
ein kleiner zauberbaer zu sein.
hier fliegen ueberhaupt sehr viele blaetter im wald herum.
naja,
der wind ist ja auch sehr stark und da die kleinen blaetter keine aermchen haben,
um sich irgendwo festzuhalten oder kleine beinchen,
um irgendwo hinzulaufen,
um vor dem starken wind schutz zu suchen,
sind sie ihm ausgeliefert
und fliegen durch seine kraft getrieben durch den wald.
vorbei an baeumen,
straeuchern,
farnen,
graesern
und all den kleinen bunten pilzen,
die ueberall auf dem waldboden zwischen den grossen wurzeln der baeume,
unter hecken und straeuchern,
auf den gruenen wiesen
und sogar versteckt hinter grossen steinen wachsen.
vielleicht koennte odin ja auch eine menge der herumliegenden
und herumfliegenden bunten blaetter einsammeln,
sie zu einem kleinen laubberg haeufen
und sich dann auf das weiche,
selbstgemachte bett legen,
um einige vorher gepflueckte brombeeren zu naschen
und danach ein kurzes mittagschlaefchen zu machen,
oder ganz einfach wieder etwas schoenes zu traeumen.
aber was kann er diesmal traeumen?
odin ich isst erst einmal die frisch gepflueckten brombeeren.
vielleicht faellt ihm ja waehrend des essens etwas schoenes ein.
als odin seine brombeeren gegessen,
und es sich in dem selbstgemachten laubbett so richtig gemuetlich gemacht hat,
die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum 7



und wieder hoert odin ein leises summen.
und wieder wird er aus einem aufregendem traum geholt.
odin findet sich,
mit seinem kopf an einen auf der einen seite abgebrochenen,
auf der anderen seite abgesaegten baum wieder.
er liegt entspannt im weichen gras,
auf dem viele bunte pilze
und graeser wachsen.
doch als er in den himmel blickt,
sieht er eine wunderschoene rosafarbene libelle,
die ueber ihm fliegt.
sie war es wohl,
die odin durch ihr leises summen aus seinem traum als clown zurueck in die wirkliche welt,
zu all den schoenen baeumen,
den graesern und farnen,
den wiesen
und feldern sowie all den bunten pilzen im wald,
geholt hat.
odin bemerkt,
dass die libelle vier fluegel hat,
durch die man hindurchsehen kann.
die fluegel sind ganz schoen gross
und man kann die feinen adern in ihnen sehen.
er sieht auch,
dass die libelle orangefarbene kleine beinchen hat,
auf denen sie,
wenn sie ihre fluege beendet hat,
weich und sicher landen kann.
denn sechs beine zum landen muessten eigentlich genug sein.
ausserdem besitzt sie grosse,
runde klupschaugen,
mit denen sie sehr gut sehen kann.
die grossen augen braucht sie auch,
denn wer so schnell fliegen
und die flugrichtung so ploetzlich aendern kann,
muss sehr gute augen haben,
damit er nicht ploetzlich irgendwo haengenbleibt,
an einem duennen ast vielleicht
und sich dann einen fluegel bricht.
aber libellen koennen so toll fliegen,
dass so etwas nie passiert.
doch odin faellt an der libelle noch etwas auf.
sie hat einen sehr langen schwanz,
mit dem sie das gleichgewicht halten
und waehrend des fluges die richtung aendern kann.
als odin die libelle so fliegen sieht,
ueberlegt er sich wie schoen es doch jetzt waere,
in einem fremden land zu sein.
fuer eine libelle die schnell fliegen kann,
waere es bestimmt kein problem,
eines dieser fremden laender schnell zu erreichen.
ein wenig abwechslung zu seinem wald waere sehr schoen.
aber in welchem land wuerde odin denn gerne einmal sein wollen?
dort wo es sehr kalt ist?
nein.
dort wo es sehr windig ist?
nein,
auch nicht.
dort wo es viel,
viel regnet?
nein,
nein.
auch nicht.
na,
wo denn?
odin,
hat den einfall,
dass es bestimmt dort sehr schoen waere,
wo es schoen warm ist.
denn waerme ist etwas wunderbares.
man friert nicht,
denn es ist nicht kalt.
man wird nicht fortgeweht,
denn es ist nicht windig
und man wird nicht nass,
weil es nicht regnet.
also waere die wueste
und mitten in ihr eine saftig,
gruene oase genau der richtige ort an dem odin jetzt sein moechte.
schon sieht er sich in einem weiten,
aus sehr,
sehr duennem tuch angefertigtem umhang.
dieser umhang reicht bis zum boden
und bedeckt fast seinen ganzen koerper,
um ihn vor der grellen sonne zu schuetzen.
denn ein baer mit sonnenbrand,
oje.
um sich auch davor zu schuetzen, dass man bei einem kleinen windstoss
oder waehrend eines starken sandsturms,
keinen sand in die augen,
die nase,
den mund oder die ohren geweht bekommt,
bedeckt odin sein gesicht ebenfalls mit einem tuch.
damit er keinen sonnenstich bekommt,
hat sich odin ein langes tuch um den kopf gewickelt,
dass auch seinen hals abdeckt.
um den weiten umhang zusammenzuhalten,
hat er sich einen guertel um den baerenbauch gebunden.
in diesem guertel traegt er ein schwert,
welches in einer scheide steckt.
mit dem schwert kann er fruechte aus der oase zerkleinern und auch mal,
wenn es unbedingt sein muss,
ein stueck fleisch zerschneiden.
nun geht die sonne langsam unter
und der himmel aendert seine farbe in ein wunderschoenes rot.
jetzt koennen sich auch die dromedare,
die den ganzen tag sachen durch die wueste getragen haben,
etwas ausruhen,
fressen
und wasser trinken.
die baeren waren mit den dromedaren den ganzen tag unterwegs,
um aus einer weit entfernten oase salz,
einige neue teppiche
und eine neue teekanne zu holen.
eines der dromedare hat es sich schon
neben dem vor kurzer zeit aufgeschlagenen zelt gemuetlich gemacht.
einer der baeren kann nun zu ihm gehen
und den sattel von seinem ruecken nehmen,
damit es sich bis zum naechsten morgen,
an dem die reise zu einer anderen oase weitergeht,
erholen kann.
das andere dromedar steht noch,
von odin an der leine gehalten da
und wartet darauf,
dass es die sachen,
die es bis zu dieser oase transportiert hat,
abgenommen bekommt.
in den beiden rosa tuechern auf dem ruecken des dromedares befinden sich salzbloecke,
die zum ueberleben in der wueste sehr wichtig sind.
zuerst hat man das salz mit den rosa tuechern umwickelt,
danach die tuecher mit einem seil rund um das salz festgebunden
und dann die kleinen rosa pakete auf dem ruecken des dromedares gut befestigt,
damit sie waehrend der reise durch die wueste nicht herunterplumpsen
und verlorengehen.
nun bekommen die dromedare auch noch etwas zu essen
und zu trinken.
nachdem die beiden dromedare entladen wurden,
haben nun auch odin
und seine freunde etwas zeit gefunden,
sich etwas zu entspannen
und von den anstrengungen des tages zu erholen.
einer der baeren hat einen leckeren schwarzen tee gemacht,
den jetzt alle genuesslich
und mit sehr viel ruhe trinken.
da odin ein kleines schleckermaul ist,
nimmt er nicht wie die anderen,
zwei wuerfel zucker fuer seine tasse tee,
nein,
er nimmt gleich vier wuerfel
und verruehrt sie mit dem loeffel.
der tee ist ja ganz schoen heiss.
einer der baeren bemerkt,
dass doch eigentlich jeder baer wissen muesste,
dass man zuerst ein paarmal umruehren
und ein wenig auf den tee blasen muss,
damit er etwas kaelter wird damit man ihn trinken kann.
die baeren sind so durstig von ihrer langen reise durch die wueste geworden,
dass sie gleich noch eine zweite kanne tee machen,
um diese auch gleich leerzutrinken.
tja,
lange reisen machen eben ganz schoen durstig.
oh,
was ist denn das.
ploetzlich rascheln die blaetter der grossen palmen.
etwas wind ist ist aufgekommen,
nein kein starker wind,
sondern nur eine ganze leichte,
kaum spuerbare brise,
die aber etwas kuehlung in die oase bringt.
die grossen palmenblaetter bewegen sich hin und her
und rascheln leise im wind.
aber hallo,
was ist denn das fuer ein kleines tierchen das da aufgeregt im sand herumlaeuft?
ist es eine spinne oder ein anderes insekt?
es ist ein kleiner skorpion,
der auf dem weg zum see ist,
der inmitten der oase liegt,
um dort ein ausgiebiges bad zu nehmen.
ja,
er moechte sich vom wuestenstaub befreien
und seine kleinen greifzangen vom sand reinigen.
ob irgend jemand seife dabei hat,
damit er sich auch gruendlich waschen kann?
denn skorpione sind sehr reinlich,
putzen sich staendig
und laufen immer duftend durch die gegend.
aber,
da ist ja noch jemand.
auch sehr klein
und mit einer knubbelnase
und einem langen schwanz.
eine kleine wuestenmaus hat sich in die naehe der baeren geschlichen
und beobachtet sie.
vielleicht moechte sie auch einen schluck tee trinken?
oder sie hat hunger
und sucht nach einem stueckchen kaese.
ja,
auch wuestenmaeuse lieben kaese.
nein,
sie moechte nichts von all dem.
sie ist nur aus ihrem versteck gekommen,
um die neuankoemmlinge zu begruessen.
denn die kleine graue wuestenmaus ist diejenige,
die immer hier wohnt.
sie moechte natuerlich genau wissen,
was in ihrer oase so alles los ist.
das bedeutet,
sie moechte wissen wer sich in der oase aufhaelt
und wer vielleicht ueber laengere zeit bleibt,
wer so kommt und geht.
nun ist die sonne fast untergegangen
und die baeren haben sich dazu entschlossen,
die kissen in ihrem zelt noch einmal aufzuschuetteln,
um sich dann schlafen zu legen.
am naechsten morgen,
gleich nach sonnenaufgang wollen sie noch ein frisches bad im see nehmen.
wenn die dromedare lust haben,
koennen sie natuerlich mitbaden.
danach ein schoenes fruehstueck mit frischem honig,
frischen broetchen und einer tasse kaffee,
und schon kann die reise zur naechsten oase losgehen.
aber halt,
zuerst muss der wassersack,
den odin beinahe vergessen haette,
auch noch mit frischem wasser gefuellt werden.
denn ohne wasser durch die wueste zu reisen,
naja,
dass waere mit sehr,
sehr viel durst verbunden.
und durstig einen ganzen tag durch eine heisse,
sandige wueste reisen,
wer moechte das schon?
also,
schnell noch den wassersack gefuellt
und los geht die reise.


schlummert er mit seinem gut gefuellten bauch ein.
odin sieht sich auf einer steinernen treppe stehen.
aber was ist denn das fuer eine treppe?
und was ist das fuer ein schoenes,
schweres hoelzernes tor an dem zwei leuchtend gelbe kreuze befestigt sind?
und was noch raetselhafter ist.
welches gewand traegt odin eigentlich?
es ist ein schoenes helles gewand mit einem roten unterrock
und einem gruenen tuch das ueber beide schultern herabhaengt.
und was ist das?
odin sieht das schluesselloch in der tuer,
in dem kein schluessel steckt.
man kann durch das schluesselloch einen hellen lichtschein hinter der tuer sehen
und odin hat sich dazu entschlossen,
die grosse,
hoelzerne tuer zu oeffnen
und das geheimnis um seine raetselhafte kleidung
und das licht in dem raum hinter der tuer zu lueften.
er drueckt die tuerklinke nach unten
und schiebt die tuer langsam nach innen.
die tuer quietscht zwar leise,
aber das hat bestimmt niemand gehoert.
odin tritt in den grossen raum
und schliesst die hoelzerne tuer wieder hinter sich.
ganze leise schleicht er sich durch den grossen raum
und stellt erstaunt fest,
dass er sich in einer wunderschoenen alten kirche befindet.
riesige,
aus stein gemeisselte saeulen stuetzen das dach,
das so weit oben ist,
dass man sich ganz schoen weit zurueckbeugen muss um es zu sehen.
an der hinteren wand sind riesengrosse, bunte fenster,
auf denen im glas viele kleine engelsbaeren abgebildet sind.
jeder dieser engelsbaeren traegt ein kleines gewand,
und einige von ihnen haben eine kleine blaue trompete dabei,
mit der sie bestimmt wohlklingende lieder blasen koennten.
aber das schoenste an ihnen sind ihre klitzekleinen fluegel,
mit denen sie munter umherfliegen
und sich alles anschauen.
sie fliegen dorthin wo sich andere kleine engelsbaeren niedergelassen haben
um ein langes lied zu singen das von den engelsbaeren begleitet wird,
die eine kleine blaue trompete haben.
in den zwischenraeumen der grossen fenster,
in denen keine baeren zu sehen sind,
hat jedes glas eine andere farbe
und man muss schon ganz genau hinsehen
um die baerenengel mit ihren gewaendern von dem rest der fenster zu unterscheiden.
denn auf den ersten blick ist auf den fenstern ja ein ganz hecktisches herumgewusel.
auf der linken
und auf der rechten seite der grossen,
mit baerenengeln gefuellten fenster sind auch riesengrosse fenster,
die aber keine baerenengel zeigen.
das glas dieser fenster ist einfach nur rot und rosa auf der linken,
und hellgruen
und dunkelgruen auf der rechten seite.
vor den,
mit baerenegeln gefuellten scheiben steht ein grosser altar,
auf dem ein gelb leuchtendes kreuz befestigt ist.
in der mitte dieses altares steht ein kleines goldenes kaestchen mit einer tuer,
die man mit einem schluessel oeffnen kann.
links und rechts neben dem goldenen kaestchen stehen je zwei wunderschoene goldene kerzenstaender,
auf denen je eine grosse,
brennende kerze steht.
wer genau hinsieht,
entdeckt auch die verschieden grossen honigtoepfe,
die hinter den kerzen in kleinen,
extra fuer die honigtoepfe vorgesehenen nischen stehen.
auf dem kleinen goldenen kaestchen steht ein kostbarer,
wie eine sonne geformter pokal,
dessen sonnenstrahlen wie die einer richtigen sonne in alle richtungen strahlen.
neben das goldene kaestchen,
das in der mitte des hinteren altares steht,
hat auch irgend jemand wunderschoene blumen in bunten blumenvasen gestellt.
vorn,
direkt an der treppe,
ueber die ein hell orange leuchtender breiter teppich gelegt ist,
steht ein zweiter,
etwas kleinerer altar,
der wohl etwas kleiner als der hinten stehende ist.
dieser altar steht dem anderen in seiner schoenheit aber in nichts nach.
ueber ihn ist ein grosses,
fast den ganzen altar ueberdeckendes rotviolettes tuch gelegt,
das weit nach vorne herunterhaengt.
auf den beiden aeusseren ecken dieses kleineren altares steht je eine kleine leuchtende kerze
damit der pfarrer beim vorlesen seiner heiligen messe genug licht hat.
um die kirche noch mehr zu verschoenern hat odin links
und rechts neben dem altar
je eine sehr grosse blumenvase,
gefuellt mit zauberhaft bunten
und sehr schoen duftenden blumen,
gestellt.
nun versteht odin auch,
warum er dieses gewand traegt.
er ist ein pfarrer in seiner kirche,
der gerade eine messe abhaelt.
odin liest die elf gebote der tierwelt vor,
denn in der tierwelt gibt es ein gebot mehr als in der menschenwelt.
lieber ein gebot zuviel als eines zu wenig.
zwei messdiener,
einer von ihnen kniet auf den treppenstufen,
hoeren odin aufmerksam zu.
in den geboten,
die odin vorliest,
geht es darum,
dass alle tiere in frieden miteinander leben sollen.
es hat aber keine bedeutung wo sie leben,
es ist egal wie gross oder klein sie sind
und es macht nichts welcher tierart sie angehoeren.
egal ob sie nun in einem dicht bewachsenen wald,
einer weiten,
nur mit gras
und bueschen bewachsenen steppe oder irgendwo im wasser leben.
sie alle sollen einander helfen
und wenn einmal jemand von ihnen krank geworden ist fuer ihn dasein
und ihn wieder gesundpflegen.
oder demjenigen helfen,
der verzweifelt und hungrig ist
und die stelle an einem busch nicht erreicht,
an der die saftigsten fruechte wachsen,
um diese zu pfluecken
und dann satt zu werden.
die tiere die keine angst vor der dunkelheit haben
und sich sicher fuehlen,
sollen all den tieren,
die bei dunkelheit ein unsicheres gefuehl haben,
zeigen,
dass sie im dunkeln ueberhaupt keine angst haben muessen.
man ruft einfach ein gluehwuermchen herbei,
das einem den weg im dunkeln zeigt,
wohin
und zu wem man auch immer gehen moechte.
tiere,
die schwimmen koennen,
sollten es denen,
die es nicht koennen entweder beibringen
oder ihnen helfen das wasser sicher zu ueberqueren.
das kann man vielleicht,
indem man den kleinen nichtschwimmer ganz einfach auf seinem ruecken platz nehmen laesst
und zu ihm sagt,
er moechte sich am wuscheligen fell
waehrend der ueberquerung des wassers festhalten.
und schwupps,
schon hat man den see oder den bach spielend leicht ueberquert.
ausserdem sollte man immer dazu bereit sein auf die kinder einer mama aufzupassen.
waehrend diese das essen macht oder die wohnung reinigt.
damit die kleinen keine dummheiten machen.
dann ist es noch sehr wichtig,
dass alle die mittagsruhe einhalten
und waehrend dieser zeit vielleicht sogar ein mittagsschlaefchen machen.
alle tiere,
die etwas zu essen gefunden haben,
sollten die einladen,
die weniger oder ueberhaupt noch nichts gefunden haben.
ebenso sollte sich jedes tier um die blumen kuemmern,
die im wald wachsen.
denn blumen brauchen viel liebe
und pflege.
wenn die nacht hereinbricht muessen alle erwachsenen tiere darauf achten,
dass auch alle tierkinder zum schlafen gehen.
denn schlafen ist wichtig,
vor allem fuer kleine tiere.
und waehrend der nacht,
wenn alle die schlafen,
die am tag durch den wald wuselten,
passen die auf die schlafenden auf,
die am tag schlafen
und in der nacht wach sind.
wie die eule
und die fledermaus.

die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum
6



waehrend odin im laub liegt
und seinen wunderbaren traum von der kirche,
ihm als pfarrer
und dabei den zwei baerenmessdienern traeumt,
wird er von einer klitzekleinen schmeissfliege geweckt,
die um seinen kopf herumsaust
und dabei ihre runden dreht.
die kleine schmeissfliege hat sich,
waehrend odin in seinem laubhaufen lag
und schlief,
genau neben sein ohr gesetzt
und ihn durch lautes summen aufgeweckt.
na gut,
denkt sich odin.
wenn ich nun schon einmal wach bin kann ich auch einen kleinen spaziergang durch den wald machen
und dabei vielleicht wieder ein paar neue sachen entdecken.
die schmeissfliege ist auch nicht mehr zu sehen.
naja,
vielleicht ist sie zu einem anderen baeren geflogen,
der auch gerade schlaeft,
um auch ihn mit ihrem lauten summen zu wecken.
kaum hat odin ueber neu zu entdeckende dinge nachgedacht,
sieht er auch schon etwas,
dass seine aufmerksamkeit erregt.
eine kleine blaue schnecke,
mit einer roten knubbelnase,
kriecht ueber einen grossen,
bunten pilz mit einem grossen hut.
neben diesem pilz steht ein etwas groesserer pilz der fast die gleichen farben traegt,
wie der pilz ueber dessen hut die schnecke kriecht.
odin,
der mitten auf einer lichtung steht,
ist das ganze viel zu langweilig.
einer schnecke,
die auf einem pilz spazieren geht zuzusehen,
ist viel zu ermuedend.
deshalb verschliesst odin mit seinen baerentatzen seine augen.
es waere jetzt sehr schoen,
denkt sich odin mit verschlossenen augen,
wenn ich die augen wieder oeffnen wuerde
und ein lustiger clown waere.
denn ein clown,
der in einer manege andere baeren,
die auf einer grossen tribuene sitzen
und zusehen,
mit lustigen,
witzigen dingen zum lachen bringt,
waere jetzt genau das,
wozu er lust haette.
odin nimmt seine baerentatzen von den augen,
oeffnet sie,
und,
was ist denn das?
ja,
er ist ein bunt gekleideter clown.
ein clown,
der auf einem seil balanciert,
an dem bunte luftballons festgebunden sind.
um gut
und sicher balancieren zu koennen,
hat er einen schirm in der hand.
mit diesem schirm kann er sein gewicht beim laufen auf dem seil ausgleichen,
und kommt so sicher bis an das andere ende des seiles.
ueber seine ankunft am ende des seiles freut er sich schon ganz besonders,
denn es ist wirklich nicht einfach ueber ein so langes,
duennes seil zu laufen.
vor allen dingen nicht,
wenn man so grosse lange,
dicke clownschuhe traegt.
ausserdem war es sehr schwierig die schnuersenkel der clownschuhe zu binden,
denn es sind sehr lange schnuersenkel.
und wer nicht sehr geuebt im schuhebinden,
so wie ein kleiner honigbaer,
ist,
hat es nicht leicht,
eine anstaendige schleife zu binden.
odin traegt auch eine rote peruecke,
die eigentlich alle clowns auf ihrem kopf tragen,
denn rote peruecken sind sehr lustig anzusehen.
zu der roten peruecke traegt odin einen kleinen,
grauen hut auf seinem kopf,
der waehrend seines gezappels oft herunterfaellt
und den er staendig wieder aufheben
und auf seinen kopf setzen muss.
denn dort gehoert er ja auch hin
und nicht etwa in die hosentasche oder ueber die pappnase gehaengt.
odin hat sich auch das gesicht geschminkt.
rote flecken auf die baerenbacken.
um den mund herum gruene
und ueber die augen rosa
und blaue farbe.
dazu traegt er ein gruenes hemd mit rosa und orangen punkten,
einen guertel
und eine blau - rot gestreifte kurze hose,
die bis zu den knien reicht.
die clownschuhe,
die er bei seiner hochseilartistik traegt sind uebrigens leuchtend gelb.
ploetzlich geht das licht in der manege aus.
ein einzelner scheinwerfer wieder an.
und wer steht in der mitte der manege
und kuendigt die naechste nummer an?
der zirkusdirektor.
er tritt in die mitte der manege
und der grosse schwere rosafarbene vorhang oeffnet sich.
es ist die clownnummer die nun beginnt
und odin kann mit seinen freunden in die manege huepfen,
um dem anwesenden puplikum die sachen,
die sie einstudiert haben,
zu zeigen.
das licht geht an
und die gesamte manege ist nun von dem licht der vielen,
bunten scheinwerfer hell erleuchtet
und jeder kann die clowns sehen,
die durch die manege huepfen,
springen,
kullern
und fallen.
einer der clowns jongliert mit tuerkisfarbenen kegeln,
die er ueber seinem kopf in die luft wirft
und danach wieder nacheinander auffaengt.
dabei muss er aufpassen,
dass keiner dieser kegel auf einen seiner fuesse faellt,
wenn er einmal danebengreift.
denn eine beule am fuss,
oje,
wer soll damit noch anstaendig laufen?
oder kunststuecke zeigen?
in der mitte der manege balanciert ein anderer clown mit einem riesigen,
auf einer kurzen stange liegenden,
ball.
dabei steht er auf einem bein
und haelt das andere ausgestreckt in die luft.
neben diesem clown,
der uebrigens einen langen,
blauen mantel
und dazu einen kleinen gelben hut mit blauen punkten traegt,
sitzt ein seehund auf einem wasserball.
dieser wasserball ist noch viel groesser als der ball,
mit dem der clown in der mitte der manege spielt.
der seehund muss ganz schoen aufpassen,
damit er die balance auf dem riesenball nicht verliert und herunterplumpst.
fuer einen seehund ist es eben nicht sehr einfach auf einem riesenball zu balancieren,
denn ein seehund schwimmt ja normalerweise irgendwo im wasser herum
und macht dort seine spaesse.
fuer einen baeren waere das balancieren auf einem ball bestimmt auch nicht leicht.
er muesste,
wie der seehund,
vor seinem auftritt in der manege,
lange ueben,
um dem puplikum zeigen zu koennen,
dass er mindestens genauso gut balancieren kann wie der seehund.
und wer ist das?
neben dem seehund sitzt ja noch ein clown.
er ist aber anders gekleidet als die beiden anderen.
er traegt einen leuchtend gelben strampelanzug mit einer halzkrause
und dazu einen spitzen hut.
da in der manege ueberall bunte baelle herumliegen,
muessen alle clowns bei ihrer vorstellung aufpassen,
dass sie nicht ueber einen stolpern
und auf den manegenboden fallen.
das publikum wuerde zwar denken,
dass das zur vorstellung gehoert
und wuerde lachen,
aber so ein hingefalle muss ja nicht sein.
das ganze zirkuszelt wird uebrigens von vier duennen saeulen,
die durch drahtseile miteinander verbunden sind
und die zusaetzlich am boden verankert wurden,
getragen.
das zelt ist aus blauen
und roten stoffstreifen zusammengenaeht
und sieht nicht nur von innen,
sondern auch von aussen sehr schoen aus.
ueber dem eingang,
durch den alle artisten in die manege treten,
ist eine plattform,
die normalerweise mit einer kapelle besetzt ist.
aber heute ist kein musiker der kapelle da.
der trommler,
der trompetenspieler,
der posaunist,
der bassist,
der mundharmonikaspieler
und der dirigent sind leider an einer grippe erkrankt
und liegen alle an diesem abend in ihren betten,
und muessen natuerlich ganz schnell wieder gesund werden,
um wieder im zirkus fuer das puplikum spielen zu koennen.
das publikum besteht aus vielen baeren die bei betreten des zirkus luftballons geschenkt bekommen haben, und von denen einige ihren luftballon aufgeblasen haben.
nicht jeder hat einen luftballon,
denn beim aufblasen der ballons haben einige baeren zu stark gepustet
und die ballons sind geplatzt.
nun haengen ueberall ueber den koepfen der zuschauer bunte luftballons,
die alle an einer schnur festgebunden
und fest von den haenden oder ohren ihrer besitzer festgehalten werden.
der boden der manege ist mit sand bedeckt,
damit die pferde,
tiger,
loewen
und elefanten die nach den clowns an der reihe sind,
ueber weichen boden laufen koennen.
da die clowns aber waehrend ihrer vorstellung keinen sand in die schuhe bekommen moechten,
wurde eine grosse,
runde gruene plane auf den manegenboden gelegt.
sie ist eigendlich etwas zu glatt,
aber wenn man ein wenig aufpasst rutscht man auch nicht auf ihr aus.
zu dieser wunderschoenen vorstellung sind viele,
viele baeren gekommen.
schwarzbaeren,
braunbaeren sogar einige eisbaeren sind hier,
um sich die baerige clownvorstellung anzusehen
und applaudieren laut
und baerenstark nach jedem gelungenen witz.
jeder einzelne der baeren freut sich auf seine weise ueber die lustigen sachen,
die die baeren in der manege waehrend der vorstellung vorfuehren.
ein baer winkt aufgeregt
und ein anderer lacht die ganze zeit.
ein weiterer springt aufgeregt auf seinem sitz hin und her
und wieder ein anderer faengt auch an faxen zu machen
und streckt seine zunge heraus.

die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum 8



odin,
der keine lust auf eine weitere reise durch die heisse,
sandige wueste hat,
ueberlegt,
ob es nicht viel besser waere,
eine abenteuerreise in die unterwasserwelt zu machen.
dort,
unter wasser,
ist es sicher sehr viel angenehmer als in der wueste.
naja,
eben schoen kuehl und nass.
odin kniet sich am grasbedeckten ufer,
ganz nah am wasser hin um zu sehen,
was dort unten so alles los ist.
er sieht einen wunderschoenen,
in vielen farben leuchtenden fisch,
dem viele kleine luftblasen aus dem maul kommen.
saftige,
gruene wasserpflanzen bewegen sich mit den wellen,
die der fisch beim vorbeischwimmen macht.
wenn der fisch aber nicht aufpasst
und zu dicht an ihnen vorbeischwimmt wird er noch eines dieser pflanzenblaetter beruehren,
wird von ihm am bauch gekitzelt,
und muss dann bestimmt fuerchterlich laut lachen.
aber viel mehr als den fisch
und ein paar wasserpflanzen dicht unter der wasseroberflaeche,
kann odin nicht erkennen.
denn die wellen
und die sich auf der wasseroberflaeche spiegelnde sonne machen es sehr schwer,
weiter unten liegende dinge zu sehen.
odin,
der jetzt gerne im wasser waere,
um zu sehen,
wer sich noch so dort unten herumtreibt,
stellt sich vor,
er waere ein taucher
und wuerde neugierig in der unterwasserwelt des meeres,
herumschwimmen.
zum tauchen braucht man selbstverstaendlich ein paar taucherflossen,
die die fortbewegung unter wasser sehr erleichtern.
dazu kommt eine taucherbrille,
damit man die augen unter wasser offen halten kann
und nicht ein troepfchen wasser ins auge bekommt.
dann braucht man noch eine sauerstoffflasche,
die man sich

die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum 9



odin, der mittlerweile grossen hunger bekommen hat,
macht sich nun auf den weg,
etwas zu essen zu finden.
was er aber genau essen moechte,
weiss er noch nicht.
er wird bei seiner suche im wald schon etwas finden,
das ihm schmeckt.
aber was?
soll er nach saftigen beeren im wald suchen?
soll er zu den bienen gehen,
um sich etwas von deren leckeren honig geben lassen?
oder soll er vielleicht hinunter zum bach laufen
und sich eine frische forelle fangen?
er weiss es nicht,
und kann sich auch zu nichts entschliessen.
naja,
denkt er sich,
und laeuft einfach los.
in irgend eine richtung.
er wird schon etwas zu essen finden.
odin sieht einen alten apfelbaum,
mit vielen aepfeln,
die aber weit oben in der baumkrone haengen.
er klettert ueber viele aeste nach oben.
aber die aeste werden immer duenner
und odin ist sich nicht mehr sicher,
ob die duennen aeste sein gewicht noch lange tragen.
der ast,
auf dem sich odin jetzt befindet ist schon ganz schoen duenn.
und was ist denn das?
jetzt fliegt ihm auch noch ein kartoffelkaefer um die nase
und macht ihm das klettern damit noch schwerer.
was moechte denn eigentlich ein kartoffelkaefer auf einem apfelbaum?
odin moechte den kartoffelkaefer danach fragen,
aber dieser ist schon wieder verschwunden.
er hoert nur noch das leise summen des kaefers zwischen den baeumen,
das immer leiser wird.
naja,
pech gehabt,
sagt sich odin
und klettert weiter nach oben.
aber wo sind denn jetzt all die saftigen aepfel,
die er von unten,
als er auf der wiese stand,
hier oben hat haengen sehen?
oje, sie haengen genau an der stelle,
die er ueber die viel zu duennen aeste nicht erreichen kann.
es bleibt odin also nichts weiter uebrig,
als wieder hinunterzuklettern
und zum bach zu laufen.
dort moechte er sich eine forelle fangen.
aber als er dort ankommt,
bemerkt er,
dass niemand im bach zu finden ist.
nicht eine forelle schwimmt darin.
also was bleibt ihm jetzt noch anderes uebrig,
als zu den bienen zu laufen
und diese zu fragen,
ob sie ihm etwas honig geben koennen.
das tut er auch
und die lieben bienen fuellen ihm eine ganze menge honig in einen grossen topf,
den er einmal im wald gefunden hat.
odin laeuft mit dem topf an eine stelle im wald,
an der er sehr viel ruhe hat
und von niemandem beim honigessen gestoert werden kann.
er hat einen so grossen hunger,
dass er den ganzen honig aus dem topf isst.
anschliessend leckt er sich seine honigverschmierten tatzen ab
und legt sich vollgegessen in eine gemuetliche,
moosbewachsene ecke zwischen zwei alten baeumen
und einigen farnen.
odin schlaeft sofort ein und traeumt.
er bemerkt, dass er eine blaue latzhose,
die einige flicken hat,
traegt.
dazu traegt er eine blaue schirmkappe
und ein gruen - gelbes hemd.
er steht zwischen kleinen sandbergen
und hat eine schaufel in den haenden.
er ist ein gleisarbeiter,
der gerade den alten sand zwischen den bahngleisen mit neuem sand auffuellt.
eine wunderschoene lokomotive wartet auch schon darauf weiterzufahren zu koennen,
wenn alle gleisarbeiter von den gleisen zurueckgetreten sind.
das dauert aber noch einen moment,
denn auf die schienen ist waehrend der arbeit eine menge sand gefallen,
und dieser muss erst weggekehrt werden,
bevor die lokomotive weiterfahren kann.
so,
die schienen sind jetzt frei und die lokomotive kann wieder weiterfahren.
oh,
da kommt ja schon die naechste lokomotive.
und sie hat einen anhaenger,
in dem sich brennholz fuer den ofen der lokomotive befindet.
aber warum hat denn die lokomotive so viel brennholz auf ihrem anhaenger?
wo moechte sie denn hinfahren,
wenn sie so schwer mit holz beladen ist?
naja,
wir koennen ja einmal den lokomotivfuehrer fragen,
der uns schon ganz begeistert zuwinkt.
aber wer ist denn das im fuehrerhaus der lokomotive?
es ist odin.
ja,
es ist odin der die lokomotive faehrt.
eben war er noch mit gleisarbeiten beschaeftigt
und jetzt faehrt er die lokomotive an die kleine laderampe,
um noch ein wenig brennholz nachzuladen.
einer der gleisarbeiter,
die vor der lokomotive stehen,
fragt odin wo er denn hinfaehrt,
nachdem er noch etwas brennholz nachgeladen hat.
und odin sagt,
dass er weiter in einen grossen bahnhof faehrt,
um einige baerenwaggons,
einen paketwaggon, einen speisewaggon
und einen waggon voll mit honig beladen,
anzukoppeln.
danach faehrt er einige meter weiter,
damit alle baeren,
die eine gueltige fahrkarte haben,
in die baerenwaggons einsteigen koennen.
zur gleichen zeit werden dann die honigtoepfe aufgeladen,
die kueche des speisewaggons mit frischem obst,
gemuese und allen anderen sachen,
die eine kueche so braucht versorgt
und alle pakete und briefe,
die alle dorthin muessen,
wo auch der zug hinfaehrt,
in den paketwaggon geladen.
doch bevor odin die waggons ankoppelt,
muss er noch wasser aus dem,
neben den gleisen stehenden wasserturm,
in seine wasserkammer in der lokomotive einfuellen.
das holz,
aus dem direkt an die lokomotive angehaengten waggon,
braucht odin,
um den ofen der lokomotive auf hohe temperatur zu bringen.
der ofen erwaermt dann das wasser
und es entsteht heisser wasserdampf,
mit dem die lokomotive angetrieben wird.
da der zug jetzt mit allem beladen ist,
kann die reise in die naechste stadt nun losgehen.
aber halt,
die gleisarbeiter koennen den zug noch nicht losfahren lassen.
die fahrgaeste werden wohl mit etwas verspaetung rechnen muessen,
denn die gleisarbeiten sind noch nicht ganz abgeschlossen.
es muessen noch einige holzschwellen,
die mit der zeit durch regen und sonne grosse risse bekommen haben,
durch neue ersetzt werden.
das wird natuerlich einige zeit dauern.
wenn es nicht nur drei,
sondern mehr gleisarbeiter waeren,
ginge diese arbeit viel schneller vorwaerts
und der zug koennte frueher losfahren.
aber drei gleisarbeiter sind nun einmal viel zu wenig,
um diese arbeiten schnell auszufuehren.
ausserdem muessen nicht nur die holzschwellen ausgetauscht,
sondern der sand zwischen den schwellen muss auch neu aufgefuellt werden,
damit diese festen halt unter dem gewicht eines darueber fahrenden zuges haben.
denn wenn die zwischenraeume zwischen den schwellen ohne sand bleiben,
koennten diese verrutschen
und die lokomotive mit den angehaengten waggons entgleisen.
aber das moechte ja wohl niemand
und deshalb fuehren die gleisarbeiter ihre arbeit mit sehr viel sorgfalt aus.
niemand moechte,
dass die grosse lokomotive umfaellt.
und wer soll diese wieder auf die gleise heben,
wenn sie umgefallen ist?
damit alles schneller geht, hat sich odin dazu entschlossen,
den drei gleisarbeitern zu helfen.
nun geht alles sehr schnell
und die holzschwellen sind sehr schnell verlegt.
schwupps
und schon ist auch der neue sand zwischen den schwellen
und gibt diesen festen halt.
tja, acht baerentatzen sind eben mehr als sechs!
nun kann die reise losgehen.
odin steigt wieder in das fuehrerhaus der lokomotive
und wirft viel holz in den ofen,
damit viel druck im dampfkessel entsteht.
die lokomotive setzt sich in bewegung
und odin zieht zum zeichen der abfahrt an der schnur der pfeife.
man hoert ein lautes pfeifen,
das alle darauf aufmerksam macht,
dass der zug nun abfaehrt.
die fahrgaeste haben die fenster der baerenwaggons geoeffnet
und winken allen auf dem bahnhof zurueckgebliebenen freunden
und verwandten zum abschied.
einige winken mit ihren taschentuechern,
andere winken mit ihren tatzen.
wieder andere huepfen aufgeregt hin und her.
aus dem schornstein der lokomotive steigt schwarzer rauch auf
und odin zieht noch einmal an der schnur,
damit die pfeife der lokomotive noch einmal laut pfeift.
das macht ihm sehr viel spass
und odin faehrt lachend mit der lokomotive aus dem bahnhof heraus.
dabei stoesst die lokomotive auch seitlich weissen wasserdampf heraus,
und die baeren auf dem bahndamm muessen nun ein kleines stueck zurueckgehen,
da dieser dampf sehr heiss ist.
die lokomotive hat nun den bahnhof verlassen
und wird auf ihrer reise in die naechste stadt an einigen haltestellen halten,
um fahrgaeste ein- und aussteigen zu lassen,
sowie durch einige tunnels und ueber einige bruecken fahren.

auf den ruecken bindet
und mit einem zusaetzlichen gurt rund um den bauch befestigt,
damit sie nicht herumpurzelt.
die sauerstoffflasche braucht man,
um unter wasser atmen zu koennen.
denn eigentlich koennen nur die fische unter wasser atmen.
ein baer kann das zwar auch,
aber nur mit einer,
auf dem ruecken befestigten sauerstoffflasche.
um diese luft aus der sauerstoffflasche atmen zu koennen,
fuehrt noch ein schlauch nach vorne zum mund des tauchers,
an dessen ende sich ein mundstueck befindet,
das sich der taucher in den mund steckt,
um zu atmen.
ja
und damit odin,
wenn er nur dicht unter der wasseroberflaeche schwimmt,
keine luft aus der sauerstoffflasche verbrauchen muss,
hat er noch einen kleinen schorchel dabei.
den schnorchel steckt er sich,
dort wo das gebogene ende ist,
in den mund
und laesst das andere ende nach oben aus dem wasser schauen.
schnorcheln kann man also nur ganz dicht unter der wasseroberflaeche.
denn so ein schnorchel ist sehr kurz
und wenn man ein klein wenig zu tief mit ihm taucht,
laeuft von oben etwas wasser hinein
und man kann sich verschlucken.
nicht zu vergessen ist auch ein taucherguertel mit gewichten,
die an diesem befestigt sind.
ohne diesen guertel wuerde man staendig nach oben zur wasseroberflaeche getrieben.
mit ihm kann man schoen ruhig ueberall dort hinschwimmen wo man moechte.
doch halt,
was ist denn das?
an der wasseroberflaeche schwimmt eine lustige kleine qualle.
ihre duennen,
langen aermchen,
sie hat davon sehr viele,
bewegen sich in den wellen hin und her.
die qualle,
die hell orange leuchtet,
schwimmt im wasser umher
und unterhaelt sich mit jedem,
der bei ihr vorbeikommt.
sie fragt ihn,
in welche richtung er schwimmt
und was er dort machen moechte.
eine sehr neugierige qualle,
oder?
doch da,
schon wieder ein fisch.
diesmal ist es ein lila
und rot gestreifter fisch mit einer ziehmlich langen rueckenflosse.
und auch er macht kleine luftblasen,
waehrend er an odin vorbeischwimmt.
wo der gestreifte fisch wohl hinschwimmt?
odin entschliesst sich,
dem bunten fisch einfach einmal hinterherzutauchen,
um zu sehen was er vor hat
und ob noch mehr fische dort sind wo er hinschwimmt.
odin taucht dem fisch eine weile hinterher.
aber dieser verschwindet ploetzlich hinter einem grossen felsen.
odin schwimmt so schnell er kann auch um den felsen herum,
aber der fisch den er verfolgt hat,
ist weg.
aber was er dann sieht,
ueberrascht in sehr.
in einem gruenen tal,
umgeben mit bergen,
die auch wunderschoen gruen sind,
erblickt odin viele,
viele fische
und andere unterwassertiere,
die sich hier zusammen tummeln.
odin weiss nicht,
wo er zuerst hinschauen soll.
da sind zuerst die bunten fische,
die herumschwimmen.
jeder einzelne unterscheidet sich von den anderen.
einer ist schoener
und bunter als der andere.
und odin bemerkt im gleichen moment,
dass er nicht alleine ist.
nein.
da sind noch zwei andere kleine baeren die links
und rechts neben ihm im wasser tauchen,
und auch sehr,
sehr ueber das geschehen hier unten staunen.
odin sieht unten auf dem grund ein rotes tier,
das grosse zangen an den vorderen armen,
und dazu noch acht kleine beinchen zum laufen hat.
es ist ein feuerroter hummer,
der sich gerade die neuankoemmlinge ansieht,
die viele blaeschen mit ihren sauerstoffflaschen beim ausatmen machen.
die taucher werden auch von einem tintenfisch beobachtet,
der auf einem mit algen bewachsenen felsvorsprung sitzt.
er hat viele arme,
an denen sich viele,
viele saugnaepfe befinden,
mit denen er sich ueberall festsaugen kann.
die taucher muessen darauf achten,
dem tintenfisch nicht zu nahe zu kommen.
denn wenn sie ihn erschrecken,
versprueht er seine tinte
und niemand kann mehr etwas in seiner naehe sehen.
alles waere dann in einen blauen nebel eingehuellt.
ueber ihnen schwimmt eine riesige,
braune wasserschildkroete laechelnd durch das wasser.
hinter der schildkroete dreht ein wunderschoener delphin seine runden durch das klare wasser.
man kann sehr weit sehen.
und wer schwimmt noch weiter hinten?
ein grosser schwarz und weissfarbener wal,
der genauso wie der delphin,
gemuetlich einige runden dreht
und auch sehen moechte,
wer die drei fremden,
luftblasenmachenden taucher sind,
die nahe dem meeresgrund herumschwimmen.
der ganze meeresboden ist mit algen,
schlingpflanzen,
seeanemonen
und muscheln bedeckt.
auch die kleinen arme der seeanemonen bewegen sich im wasser hin und her.
man koennte denken,
sie tanzen miteinander.
oh,
wer schwimmt denn da oben herum,
denkt sich odin?
ein klitzeklitzekleines seepferdchen schwimmt weit oben umher.
es hat eine kleine knubbelnase,
die wie ein elephantenruessel aussieht
und eine kleine rueckenflosse,
die es braucht,
um im wasser auf und ab,
nach links und rechts
und nach oben und unten zu schwimmen.
das schwaenzchen braucht es,
um sich an kleinen steinen oder pflanzenstengeln- und blaettern festzuhalten.
so ein seepferdchen schwimmt eigentlich nicht so frei im wasser herum,
sondern haelt sich irgendwo,
geschuetzt von pflanzenblaettern
und gestein,
auf.
eben dort wo es den wellen
und anderen gefahren nicht so schutzlos ausgeliefert ist.
denn wenn einmal ein wal oder delphin zu schnell an dem kleinen seepferdchen vorbeischwimmt,
wird es ganz schoen herumgewirbelt,
ihm wird vielleicht ziehmlich schwindelig
und es muss sich dann erst einmal wieder eine pflanze suchen um halt zu finden.
einer der drei baeren,
der eine taucheruhr traegt,
gibt den anderen beiden baeren das zeichen,
dass sie nur noch fuer einige minuten luft in ihren sauerstoffflaschen haben,
und sie ganz langsam daran denken muessen,
aufzutauchen.
aber was sieht odin da?
ein kleiner fisch hat sich in den dichtgewachsenen schlingpflanzen nahe eines felsens verfangen.
er nimmt sich das tauchermesser,
das sich ein baer mit einer halterung am bein befestigt hat
und schwimmt zu dem fisch.
er zerschneidet mit dem messer die algen
und schon kann der fisch zurueck zu den anderen schwimmen.
odin freut sich sehr darueber,
einem unterwasserbewohner geholfen zu haben.
auch alle anderen freuen sich ueber odins hilfe
und dass alles noch einmal gutgegangen ist.
doch nun ist es wirklich zeit,
langsam aufzutauchen,
denn die luft ist fast verbraucht
und die sauerstoffflaschen somit fast leer.
das tauchen hat sehr viel spass gemacht
und odin hat sich ueberlegt,
wenn die sauerstoffflaschen wieder gefuellt sind noch einmal zu all den tieren
und fischen hinabzutauchen.

agb und datenschutz impressum und haftungsausschluss kontakt copyright gaestebuch bilder zum verkauf banner zum mitnehmen arnoschaetzlekuenstler.de homepage

die wunderbaren traeume des baeren odin
tagtraum 10



es ist schon spaet am nachmittag
und odin ist muede ins gras gefallen.
das gras ist wunderbar kuehl
und odin,
der mit dem ruecken flach darauf liegt,
geniesst es endlich,
die heute sehr angestrengten baerentatzen,
zu entspannen.
er reckt und streckt sich,
und rollt sich auf der feuchten wiese hin und her.
das findet er sehr toll.
als er so zwischen den bunten pilzen auf der wiese liegt
und nach oben schaut,
sieht er den mond,
zwischen den baeumen,
am himmel stehen.
ja,
man kann den mond da oben auch am tag,
wenn die sonne hell leuchtet,
sehen.
aber nur,
wenn keine wolken am himmel sind,
die die sicht zum mond verdecken.
eigentlich ist odin viel zu muede,
um sich jetzt noch gedanken darueber zu machen,
wie man als baer wohl auf den mond hinauf kommt.
aber irgendwie denkt er doch darueber nach
und ist der meinung,
dass man den mond vielleicht auf dem ruecken eines grossen adlers erreichen kann.
nein,
nein,
das geht wohl nicht,
denn der mond ist viel zu weit weg,
und wo soll sich denn der adler auf seinem weg zum mond ausruhen
wenn er einmal eine kleine pause machen moechte,
um seine fluegel zu entspannen
und um etwas zu essen und zu trinken.
naja,
vielleicht erreicht man den mond auch,
indem man mit einem flugzeug hinauffliegt.
nein,
das geht wohl auch nicht.
wie soll denn das flugzeug das ganze benzin transportieren,
das es braucht,
um bis zum mond,
und was noch viel wichtiger ist,
wieder zurueck zur erde zu kommen?
also bleibt nur die eine moeglichkeit,
naemlich die,
sich in eine grosse mondrakete zu setzen,
um damit diese grosse entfernung zu ueberwinden.
deshalb muss sich odin noch zwei baeren suchen,
die mit zum mond fliegen moechten.
gesagt,
getan.
odin findet schnell zwei baeren,
die bereit sind,
sich ihre raumanzuege anzuziehen
und danach in die mondrakete zu steigen,
um sich auf den weiten weg zum mond zu begeben.
die rakete hebt mit lautem getoese,
dass von den triebwerken kommt,
und vielen wasserdampfwolken,
so wie bei einer lokomotive,
von der startrampe ab
und fliegt zum mond.
die baeren jubeln
und alle freuen sich,
bald auf dem mond spazieren gehen zu koennen.
odin,
der waehrend des fluges aus einem der fenster schaut,
bemerkt,
dass die erde irgendwie immer kleiner wird.
aber das sieht natuerlich nur so aus,
denn in wirklichkeit bleibt sie ja so gross wie sie ist.
sie ist ja doch kein luftballon,
dem man die luft herauslaesst
und der deswegen zusammenschrumpft.
nun wird der mond immer groesser,
weil man ihm naeherkommt
und die erde wird immer kleiner,
weil man sich von ihr mit der rakete entfernt.
die mondrakete wirft nun nach
und nach die leeren treibstofftanks,
deren benzin verbraucht ist ab,
und die rakete wird immmer kuerzer
und kuerzer.
zum schluss bleibt nur noch eine raketenstufe uebrig,
in der noch treibstoff fuer den nachhauseflug ist.
denn die baeren moechten ja nicht nur zum mond hinfliegen,
nein,
sie moechten ja auch wieder nach hause.
an der vorderen seite der letzten raketenstufe ist die raumkapsel,
mit der die baeren ihren flug steuern
und die kleine fenster hat,
damit man auch einmal hinausschauen kann.
mit dieser uebriggebliebenen kleinen rakete kann man natuerlich nicht landen,
und deshalb haben sich die drei baeren noch etwas mitgebracht.
es ist eine kleine mondlandefaehre,
die zusammengefaltet in der letzten raketenstufe war,
und die nun dazu dient,
mit ihr auf dem mond zu landen.
odin und seine freunde haben nun auch die helme der raumanzuege angezogen
und setzen sich hinter das steuer der mondlandefaehre.
und schwupps,
schon sind sie gelandet.
die mondlandefaehre,
die drei kleine gefederte beine hat,
ist sicher auf der mondoberflaeche gelandet.
nun koennen alle baeren aussteigen
und auf dem mond spazierengehen.
natuerlich nur mit den raumanzuegen
und ihren helmen,
dicht verschlossen,
denn auf dem mond gibt es keine luft,
die man atmen kann.
dort oben ist es ganz anders als auf unserer erde.
man ist viel leichter
und wenn man in die luft huepft,
fliegt man langsam nach oben
und auch langsam wieder nach unten.
man kann sehr grosse,
weite spruenge machen,
was sehr lustig aussieht wenn man daneben steht
und zuschaut.
hier oben auf dem mond gibt es auch keine seen,
fluesse,
gruene wiesen und felder,
oder baeume.
es gibt hier auch keine anderen tiere.
hier oben ist wirklich niemand,
ausser den baeren.
und wenn jemand ruft,
hoert man das im luftleeren raum auch nicht.
hier oben ist es ganz,
ganz still.
keine voegel zwitschern,
keine baeren knurren,
kein laub raschelt im wind,
kein fluesschen rauscht,
keine grille zirpt,
es ist einfach nichts
und niemand zu hoeren.
und was sieht odin noch?
alle sachen haben ganz lange schatten.
das ist sehr lustig
und die baeren lachen in ihren raumanzuegen.
odin hat auch einige krater im boden des mondes entdeckt,
manche so gross wie eine baerentatze,
mache so gross wie ein baum
und andere so gross wie ein ganzer wald.
und ueberall liegen steine herum.
kann hier nicht einmal jemand aufraeumen?
wenn nun ein baer ueber einen stein stolpert
und in einen krater faellt?
oje,
er faellt dann so langsam wie eine schnecke laeuft hinunter
und die anderen muessen dann erst einen weg ueber den kraterrand,
dort wo es nicht so steil nach unten geht,
finden,
um den hinuntergefallenen baer wieder zurueck nach oben zu bringen.
oh,
was ist denn das?
was ist denn das fuer ein seltsames ding?
es hat vier grosse raeder mit viel profil,
um auf dem mondboden gute haftung zu haben.
lenken kann man es auch.
und es hat viele antennen,
damit man sich ueber funk mit den anderen in ihren raumanzuegen unterhalten kann.
das muss man gesehen haben,
denkt sich odin.
aber was ist denn das?
das ist ja ein mondauto.
das muss wohl jemand,
der vor uns hier oben gewesen ist,
stehengelassen,
oder vergessen haben.
aber wer kann denn ein so grosses mondauto hier oben vergessen?
doch nicht etwa kleine gruene baeren vom mars oder jupiter?
er muss geahnt haben,
dass spaeter einmal,
einige baeren mit einer mondrakete hier auf dem mond landen wuerden,
um mit dem mondauto herumzufahren und sich alles anzuschauen.
und genau das machen die baeren jetzt auch.
sie setzen sich auf die sitze des mondautos,
das aber nur zwei sitze hat.
na,
das wird schon irgendwie funktionieren.
drei baeren auf zwei sitzen,
da muessen sie eben waehrend der fahrt ueber die mondoberflaeche etwas zusammenruecken.
und die beiden,
die aussen sitzen,
muessen sich ganz besonders gut festhalten,
damit sie nicht herunterplumpsen.
sie fahren mit dem mondauto um die grossen krater herum,
halten waehrend der fahrt einmal kurz an
und sehen sich von weitem die erde an,
den planeten,
von dem sie kommen.
man kann das viele wasser auf der erde sehen.
und das grosse land afrika,
dort wo die elefanten,
giraffen,
loewen,
affen und viele andere tiere leben.
man kann auch eine grosse regenwolke sehen,
die ueber das meer in richtung afrika zieht.
na,
dann wird es wohl in der naechsten zeit in afrika regnen.
den baeren,
die im mondauto spazieren fahren,
faellt auch der mit sternen bedeckte himmel auf.
es ist wunderschoen,
die erde
und den sternenhimmel auch einmal vom mond aus zu sehen.
doch nun ist es zeit,
mit dem mondauto zurueck zur mondlandefaehre zu fahren.
auch die baeren lassen das mondauto fuer die naechsten,
die den mond besuchen moechten,
zurueck.
denn wie soll das mondauto denn in die kleine raumkapsel passen,
die zur erde zurueckfliegt?
sie hat gerade platz genug fuer drei baeren in ihren raumfahrerkleidern.
nun fliegt die raumkapsel mit den drei baeren durch den weltraum zurueck zur erde,
und landet weich im wald der baeren.
nach diesem traum wacht odin wieder auf
und denkt ueber die vielen traeume die er in der letzten zeit hatte nach.
es ist eigentlich eine wunderbare sache ein kleiner honigbaer zu sein.
man kann viele dieser sachen die odin getaeumt hat,
als baer zwar nicht machen.
aber man kann ganz toll davon traeumen
und wunderbare abenteuer dabei erleben.
-
tschuess,
euer kleiner honigbaer odin.